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Standardinformationen 2011 - Fazit und Ausblick

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Das Moratorium von 5 Jahren ohne Zulas­sung neuer Neuzüchtungen ist nun zu Ende. Es sollte der Klarstellung dienen, welche Neuzüchtungen den Anforderungen eines geordneten Zuchtbetriebs für eine Anerken­nung und Aufnahme in den Standard stand­halten können und bei welchen eine weite­re Geduldsfrist nicht sinnvoll ist. Ob sich der 2005 verabschiedete Zulassungsstopp rück­blickend als sinnvoll erweist oder nicht, dar­über wird man wohl weiterhin trefflich strei­ten können, denn eine klare Entscheidung konnte bei noch längst nicht allen Kandida­ten getroffen werden. Für 6 Rassen bzw. Far­benschläge wurde sozusagen eine letzte Gnadenfrist von 3 Jahren bis zur übernächsten 31. Bundesschau 2013 in Karlsruhe gewährt. Hier noch einmal in Kurzform die Beschlüsse, die im engsten Kontakt mit dem Referenten für Zucht- und Schulungswesen im ZDRK getroffen wurden.

 

  

 

 

 

 

1. Sofortige Streichung mangels Entwicklung der Qualität und Verbreitung:

- Holländer, japanerfarbigblau-gelb-weiß, und

- Farbenzwerge, gescheckt thüringerfarbig-weiß.

 

 

2. Anerkennung zum 1. Oktober 2012:

• Mecklenburger Schecken, wildfarben-, dunkelgrau- und eisengrau-weiß,

• Große Marderkaninchen, blau,

• Farbenzwerge, gescheckt schwarz- und blau-weiß,

• Zwergfuchskaninchen, gelb,

• Hasenkaninchen, lohfarbig schwarz, mit Auflage.

  

 

3. Verlängerung des Anerkennungsver­fahrens um drei Jahre:

• Champagne-Silber,

• Mecklenburger Schecken, thüringerfarbig-weiß,

• Zweigschecken, thüringerfarbig-weiß,

• Farbenzwerge, gescheckt wildfarben­weiß, Satin-Rhön, Schwarzgrannen-Rexe

  

  

Die unter 2. aufgeführten 8 Rassen/Farbenschläge werden zunächst weiterhin mit „N" tätowiert und stehen in Erfurt dann zum letzten Mal in der Neuzuchtabteilung, für die es bekanntlich keine Meldezahlbe­grenzung gibt. Wenn die „Lohhasen" dort so auftreten, wie man erwarten darf, wird die Liste der anerkannten Rassen und Farbenschläge, die im Moment bei 396 steht und am 1.Oktober 2011 um die Zwerg-Satin, rot, erweitert wird, nach dem 1. Oktober 2012 die 400er-Grenze überschreiten und die stattliche Zahl von 405 anerkannten Varian­ten erreichen.

 

 

In der Liste der weiterhin zugelassenen Neuzüchtungen stehen also immer noch solche, die sich im 11. oder gar 15. Jahr der Erprobung befinden, und dies trotz des Be­schlusses aus dem Jahre 2003, dass „Neuzüchtungen, welche die zahlenmäßigen und qualitativen Forderungen nach 8 Jah­ren nicht erfüllen, als Rasse nicht anerkannt werden können und aus der Liste der Neuzüchtungen herauszunehmen sind".

 

 

Wer hier den Vorwurf der restriktiven Handhabung bei der Zulassung von Neuzüchtungen erhebt, der sollte die fachlich-genetischen Argumente im Fazit über die 29. Bundesschau 2009 in Karlsruhe (Ausgabe 5/6/2010, S. 43) noch einmal mit Verstand nachlesen. Weiterhin gilt das oberste Gebot der Bewahrung, Sicherung und nachhalti­gen Nutzung der bestehenden Genreserven als wichtiges Kulturgut. Es gilt aber auch der Grundsatz, dass Neues gefördert wird, wo es sich anbietet. Doch wo sich nichts bewegt, kann auch nichts verbessert werden.

 

Die Bereinigung der Liste der Neuzüchtungen hat natürlich auch die Zulassung neuer Neuzüchtungen/Nachzüchtungen möglich gemacht. Wider Erwarten lagen trotz vollmundiger Ankündigungen keine verwertbaren Anträge von Züchtern der Blauen Holicer und Genier Bartkaninchen vor.

 

Währenddessen haben andere Zuchtfreunde eher im stillen Kämmerlein solide Teamarbeit geleistet und bereits zur Sitzung der Fachkommission in Rheinberg alle Vor­aussetzungen für eine Zulassung erfüllt. Es sind dies die Züchter der Kleinschecken, wildfarben-weiß, und der Löwenköpfchen, rhönfarbig.

 

Für Erstere konnten bereits 9 Züchtungsgenehmigungen in 3 Landesver­bänden erteilt werden, für Letztere standen 7 Züchtungsgenehmigungen in 5 Verbänden an. Hoffnungsvolle Neuanfänge sind damit gestartet. Nur die Zukunft kann zei­gen, ob sie den Weg des Erfolgs einschlagen. So bleiben die Neuzüchtungen weiterhin ein wichtiger Indikator für die Lebendigkeit und Innovationskraft unserer Freizeitgestaltung. Nur wer rastet, der rostet!

 

 

Walter Hornung - Redaktionsleiter ZDRK Standardkommission 

 

Es ist bereits in die Wege geleitet, dass sowohl die in Nummer 7/2011 erscheinenden offiziellen Informationen nebst der aktuellen Tabelle der zur Zeit zugelassenen Neuzüchtungen, als auch der Artikel selbst auf der Homepage des ZDRK und in der Lehrschrift 2011 des ZDRK veröffentlicht werden.

 

 

(Wir bedanken uns bei Walter Hornung für die offizielle Genehmigung der Veröffentlichung seines Beitrages)

  

 

 

 

 

 

 

 

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