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Standardinformationen 2014 Teil II

wappen zdrk

 

 

Die Standard-Fachkommission des ZDRK hat bei ihrer Sitzung am 18. Juni 2014 anlässlich der Bundestagung in Templin eine Reihe zuchtlenkender und weitergehender Beschlüsse gefasst. Hier die wichtigsten Informationen: 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

Die Standard-Fachkommission des ZDRK informiert

 

1° Zuordnung neuer Rassen

Die Fachkommission hat beschlossen, die Zwergkaninchen-Löwenkopf (ZwKLk) und die Genter Bartkaninchen (GBK) nach ihrer Anerkennung in die Abteilung 7 Langhaarrassen einzuordnen einschließlich der entsprechenden Clubzuordnung.

 

nz loewenkoepfchen rhoenfarbig r.bruns 0,1 nw915 8.7 pkt foto(c)neumannLöwenköpfchen_rhönfarbig_R.Bruns_0,1 NW915_8.7_Pkt_Foto(C)Neumann

 

2° Bewertung der Deck- und Unterfarbe der Deutschen Riesen, gelb

 

Auf dem Hintergrund der farblichen Entwicklung der Kleinsilberkaninchen hat die Fachkommission auf Antrag der AG der Riesenclubs für die Positionen 5 und 6 der DR, gelb einen eigenen Standardtext verabschiedet, der dem Zuchtstand und den genetischen Bedingungen Rechnung trägt:

 

5. Deckfarbe und Gleichmäßigkeit

Die Deckfarbe ist sattgelb, mit gutem Glanz versehen und muss sich über den gesamten Körper im sichtbaren Bereich gleichmäßig erstrecken. Die Deckfarbe am Bauch, an der Unterseite der Blume und an den Innenseiten der Vorder- und Hinterläufe sowie im Bereich der Wildfarbigkeitsabzeichen ist weiß bis cremefarbig. Die Augenfarbe ist braun, die Krallenfarbe ist hornfarbig.

 

Leichte Fehler: Etwas stumpfe, glanzlose Deckfarbe; leichte Farbabweichungen; etwas dunkler Anflug am Ohrenrand; leichter Rostanflug.

Schwere Fehler: Weiße Flecken in der Deckfarbe oder an den Ohrenrändern. Gänzlich schwarzer Ohrenrand. Starker Rostanflug. Zweierlei oder andere als die geforderte Augen- oder Krallenfarbe.

 

6. Unterfarbe

Die Unterfarbe ist etwas heller als die Deckfarbe. Sie soll rein sein und wird zum Haarboden hin heller bis weißlich. Die Bauchunterfarbe ist insgesamt heller und am Haarboden weiß.

 

Leichte Fehler: Leichter bräunlicher Anflug unter der Decke. Etwas durchsetzte Unterfarbe. Angedeutete Zwischenfarbe.

Schwere Fehler: Stark unreine oder gänzlich im Farbton abweichende Unterfarbe. Ausgeprägte Zwischenfarbe.

 

Inkrafttreten 1. Oktober 2014

 

3° Bewertung der Krallenfarbe bei den Punktscheckenrassen

 

Da farbige Krallen infolge des Einsatzes homozygot einfarbiger Elterntiere vermehrt auftreten, hat die Fachkommission einem Antrag der AG der Scheckenclubs vor allem unter dem Aspekt tierschutzkonformer Zuchtentscheidungen stattgegeben und die Bestimmungen zur Bewertung der Krallenfarbe bei den Punktscheckenrassen (DRSch, S. 56 ff.; RhSch, S. 116 ff.; KlSch, S. 136 ff.; ESch, S. 176 ff.; ZwSch, S. 208 ff.; DrfSchRex, S. 260 ff.) wie folgt geändert:

 

Textergänzung: „Die Krallen sind pigmentlos (weiß); eine einzelne farbige Kralle gilt als leichter Fehler.“

Leichte Fehler: (Zusatz) „eine einzelne farbige Kralle (0,5 Punkte)“

Schwere Fehler: (neu) „mehr als eine farbige Kralle“

 

Inkrafttreten 1. Oktober 2014

 

 

4° Bewertung der homozygot einfarbigen Tiere bei den Punktscheckenrassen

 

Nach dem Abschluss langjähriger intensiver Beratungen zwischen der Redaktion und der AG der Scheckenclubs und auf der Grundlage der Rückmeldungen der AG aus den LVs/Clubs hat die Fachkommission mit dem Ziel der gesicherten Umsetzung der entsprechenden Zuchtrichtlinie vom 17. 11. 2001 Beschlüsse zur Erarbeitung von Bewertungsbestimmungen für homozygot einfarbige Punktschecken gefasst:

a) Der Standardtext jeder Punktscheckenrasse erhält einen Anhang/Zusatz-Standardtext: „Bewertungsbestimmungen für homozygot einfarbige … [Rassename]“.

b) Die Positionen sind: 4. Kopf und Ohren – 5. Deckfarbe und Gleichmäßigkeit – 6. (Zwischen- und) Unterfarbe mit Auflistung der leichten und schweren Fehler, mit Angabe der Ohrenlänge (ggf. aus dem EE-Standard), mit Darstellung der farblichen Anforderungen und Fehlerbeschreibungen.

c) Die einfarbigen Homozygoten werden nur zur Einzeltierbewertung oder zur Bewertungsform „Häsin mit Jungtieren“ zugelassen, letzteres dann unter Anwendung der neuen Bestimmungen.

d) Die Redaktion erstellt bis zur Sitzung in Ulm entsprechende Standardtextvorschläge, die nach Beratung und Beschlussfassung in der Fachpresse veröffentlicht und als Ergänzungsblätter für den Standard 2004 herausgegeben werden sollen.

e) Die Bestimmungen sollen möglichst zum Beginn des Zuchtjahres 2016 in Kraft treten.

 

5° Perspektiven der Standardentwicklung

 

Da eine schnelle Einführung des EE-Standards 2012 aus fachlichen und organisatorischen Gründen nicht möglich ist, hat die Fachkommission Beschlüsse zu einer stufenweisen Vorbereitung der Einführung des Europastandards im ZDRK auf den Weg gebracht.

 

In einem ersten Schritt soll mittelfristig ein komplett verbesserter und angepasster ZDRK-Standard herausgegeben werden:

„verbessert“ bedeutet: Einarbeitung der seit 2004 erfolgten Korrekturen und ergänzenden Beschlüsse, Einarbeitung systematischer Querverweise zur AAB und ggf. zur neu zu erstellenden Zuchtrichtlinie (vgl. Punkt 6°) sowie fachliche Aufarbeitung;

„angepasst“ bedeutet z.B. Übernahme des EE-Bewertungsspiegels [allerdings soll das Gewicht entsprechend der Bewertungspraxis an erster Stelle stehen: 10 20 20 15 15 15 5] sowie kontrollierte Übernahme der Ohrenmaße für alle Rassen.

 

In einem zweiten Schritt soll versucht werden, diese Verbesserungen einschließlich der im aktuellen Europastandard fehlenden Abteilungen in einen umfassenden EE-Standard einzuarbeiten, der dann übernommen werden kann. Dieser Prozess wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Das Motto lautet: „Der Weg führt mit Geduld über einen angepassten deutschen Standard nach Europa.“

 

6° Zuchtrichtlinie

 

Da die Fachkommission im Falle von Anfragen aus den Landesverbänden vermehrt feststellen musste, dass eine umfassende und systematische Zucht- und Kennzeichnungsordnung fehlt und wichtige Bestimmungen zur Zucht und Kennzeichnung, zu Zuchtgemeinschaften usw. schwierig in verstreuten Veröffentlichungen aufzufinden sind, hat die Fachkommission beschlossen, eine möglichst kurzfristige Erstellung einer Richtlinie in der Zuständigkeit des Referenten für Zucht und Schulungswesen in die Wege zu leiten.

 

7° Urkunde für Bewertungen nach dem EE-Standard entsprechend AAB § 13, Abs. 1 + 2

 

Die für solche Bewertungen notwendige Urkunde liegt in gedruckter Form vor und ist bei den Drucksachenverteilerstellen erhältlich. Es wird festgestellt, dass entsprechende mit einem Schauprogramm erstellte Urkunden ebenfalls verwendbar sind.

 

8° Neuzüchtungen

 

Wegen Erfüllung der Zulassungsbedingungen werden die Klein-Rexe, castorfarbig als dritter Farbenschlag dieser Neuzüchtungsrasse zum Beginn des Zuchtjahres 2015 – 1. Oktober 2014 - zugelassen.

Nicht zugelassen wird der Farbenschlag Zwergwidder lohfarbig schwarz gescheckt mit Mantelzeichnung. Es handelt sich um eine Grundsatzentscheidung auf der Grundlage des gültigen Texts im Standard 2004 und im EE-Standard 2012:

„Anerkannt sind ferner - mit der unten folgenden Einschränkung - weitere Farbenschläge mit Zeichnung bzw. Abzeichen; für sie ist eine Kombination mit der Mantelscheckung nicht zugelassen.“ Eine Nachreichung weiterer Anträge für diese Variante erübrigt sich demzufolge.

 

9° Ergänzung von § 28 AAB

 

Der erste Absatz von § 28 AAB erhält folgende Ergänzung:

 

AAB § 28

Anweisungen für den Preisrichter und die Schauleitung

Das Preisrichteramt ist ein Ehrenamt. Die für die Tätigkeit gewährte Vergütung gilt als Aufwandsentschädigung. Die von der Ausstellungsleitung verpflichteten Preisrichter sind nach den festgelegten Sätzen zu entschädigen. Die Fahrvergütung der PR erfolgt nach dem Tarif der Bundesbahn (2. Klasse); bei Benutzung des eigenen PKW können für Landesverbands-Kaninchenschauen (LKS), Landesverbands-Rammlerschauen (LRS) und Landesverbands-Clubschauen (LCS) besondere Sätze festgelegt werden, und zwar in Absprache zwischen dem jeweiligen Landesverband und dem DPV, jedoch nicht unterhalb der für BKS und BRS festgelegten Sätze (vgl. AAB Seite 31).

 

 

10° Hinweis auf Druck- und Übertragungsfehler

 

Bei der Bewertungsskala der Champagne-Silber und Schwarzgrannen-Rexe in der Kaninchenzeitung (Heft 7/8 – 2014) und in den Einlegeblättern (über die Drucksachenverteilerstellen erhältlich) ist in Position 6 das Wort „Farbe“ durch „Unterfarbe“ zu ersetzen. Aufgrund eines Datenübertragungsfehlers in der Druckerei ist die Gewichtstabelle der Champagne-Silber auf Seite 140 der Lehrschrift mit Ausnahme der Angabe des Höchstgewichts nicht korrekt und als Bewertungsgrundlage ungeeignet.

 

Erwin Leowsky, Vorsitzender der ZDRK-Standardkommission,

Walter Hornung, Redaktion

 

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